Innovationen made in Germany sichtbar machen
In Zukunftsclustern und Forschungscampi in ganz Deutschland entstehen marktreife Lösungen in den Bereichen Mikroelektronik für die Medizin, Künstliche Intelligenz, Bio- und Quantentechnologien sowie klimaneutrale Mobilität und Energieerzeugung. Auf der re:publica 2026, Europas größtem Festival für die digitale Gesellschaft, präsentierten sich erstmals 21 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Initiativen gemeinsam als Innovationsmaschinenraum Deutschland. Drei intensive und inspirierende Tage lang wurde sichtbar, wie vielfältig die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft ist – und wie aus wissenschaftlichen Ideen in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Start-ups marktfähige Technologien entstehen. Ziel des gemeinsamen Auftritts war es zu zeigen, dass Innovationen in Deutschland nur durch starke Netzwerke und interdisziplinäre Zusammenarbeit entstehen können. Der Gemeinschaftsstand bot deshalb Raum für Austausch mit den Clustermanager:innen und gewährte Einblicke in konkrete Forschungs- und Transferprojekte.
SEMECO präsentiert intelligentes Kommunikationsimplantat
SEMECO wurde auf der re:publica durch Dr. Elisabeth Fischermeier vertreten. Stellvertretend für den gesamten Cluster präsentierte sie auch das Teilprojekt InKomm, in dem die Projektpartner ein intelligentes Kommunikationsimplantat entwickeln. Das sogenannte „Cocktail-Party-Problem“ ist vielen Menschen bekannt: In lauten Umgebungen oder bei mehreren gleichzeitig sprechenden Personen stoßen aktuelle Hörsysteme häufig an ihre Grenzen. Betroffene können Gesprächen oft nur eingeschränkt folgen und dadurch nicht uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das Projekt InKomm entwickelt deshalb ein intelligentes Kommunikationsimplantat, das das Sprachverständnis unter schwierigen akustischen Bedingungen deutlich verbessern soll. Das System decodiert die akustische Aufmerksamkeit aus elektroenzephalographischen (EEG-)Signalen, verstärkt gezielt die relevante Sprachquelle und unterdrückt konkurrierende Geräusche und Stimmen. Eine mobile neurotechnologische Plattform integriert diese KI-Module in Echtzeit, passt sich dynamisch an den Aufmerksamkeitszustand der Nutzer:innen an und ist sowohl für die klinische Anwendung als auch für den Alltag vorgesehen.
Gemeinsame Pitches vor 400 Besucher:innen
Ein Höhepunkt war der gemeinsame Bühnenauftritt der Cluster- und Campus-Initiativen. Vertreterinnen und Vertreter von elf Clustern und Forschungscampi hatten jeweils eine Minute Zeit, ihre Innovationen und Visionen vorzustellen. Vor rund 400 Besucherinnen und Besuchern präsentierte Marco Gustav den Zukunftscluster SEMECO. Begleitet wurde das Format unter anderem von Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleiterin für Technologische Souveränität und Innovation im BMFTR. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Deutschland seine technologische Innovationskraft stärken und Forschung schneller in die Anwendung überführen kann. Die beteiligten Cluster machten deutlich, dass Innovationen dort entstehen, wo Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Start-ups und gesellschaftliche Akteure gemeinsam an Lösungen arbeiten. Genau diese Rolle übernehmen Zukunftscluster und Forschungscampi als Maschinenräume des technologischen Fortschritts in Deutschland.
Vernetzung, Austausch und neue Perspektiven
Für SEMECO war die re:publica 2026 eine wertvolle Plattform, um die Sichtbarkeit des Clusters weiter auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie stark die deutsche Clusterlandschaft inzwischen vernetzt ist, über Disziplinen, Technologien und Regionen hinweg. Wir bedanken uns bei allen Besucher:innen, Clusterpartner:innen für drei außergewöhnliche Tage voller Austausch und neuer Perspektiven.



